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Japangarten
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Willkommen im Bergfried Park
- 19 Stationen
- ca. 2 km
- ca. 1 Stunde
Gartenarchitekt Helmuth Ludwig Späth von der bis heute angesehenen Berliner Firma Ludwig Späth gestaltete einen Teil des von der Serpentine ausgehenden Steingartens als Teehausgarten.
Schon im 18. Jahrhundert interessierte man sich in Europa zunehmend für das Land der aufgehenden Sonne. Der erste japanische Garten in Deutschland entstand 1904 in Düsseldorf. Er wurde dem Kaisergarten in Tokio nachempfunden.
Danach kamen Japangärten in Mode. Die jahrhundertealte japanische Gartenkunst greift religiöse Inhalte des Shintoismus und Buddhismus auf und gelten als Ort der Besinnung und Meditation. Beispielsweise wurden die Trittplatten eng aneinander platziert – für kleine, besinnliche, ruhige Schritte.
Auf engstem Raum wurde die Natur mit symbolischen Gestaltungselementen wie Steinen als Sinnbild für Berge oder Moos, Sand und Kies für Rasenflächen abgebildet. Das Wasser für Teich und Wasserlauf kommt aus einer Zisterne, die mit Regenwasser vom Dach der Villa gespeist wurde.
Japangärten sind meist schlicht, betonen Gegensätze und die Asymmetrie – im Bergfried bilden drei Steinleuchten ein asymmetrisches Dreieck.
Landscape architect Helmuth Ludwig Späth - of the Berlin firm Ludwig Späth, which remains highly regarded to this day - designed a section of the rock garden extending from the Serpentine as a teahouse garden.
As early as the 18th century, interest in the "Land of the Rising Sun" was growing across Europe. The first Japanese garden in Germany was created in Düsseldorf in 1904; it was modeled after the Imperial Garden in Tokyo.
Japanese gardens subsequently came into vogue. The centuries-old art of Japanese gardening incorporates religious themes from Shintoism and Buddhism, serving as a place for contemplation and meditation. For instance, stepping stones were placed close together to encourage small, measured, and tranquil steps.
Nature was depicted within a very confined space using symbolic design elements - such as stones representing mountains, or moss, sand, and gravel standing in for lawns. Water for the pond and stream is supplied by a cistern fed by rainwater collected from the villa's roof.
Japanese gardens are typically understated, emphasizing contrasts and asymmetry; in the Bergfried area, for example, three stone lanterns form an asymmetrical triangle.
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Auf dieses Stück unseres Parks bin ich besonders stolz. Ein Foto von unserem Japangarten hat es doch glatt in den Katalog der Späth'schen Baumschulen in Berlin geschafft! Diese berühmte Baumschule gibt es schon seit über 200 Jahren - und jetzt züchtet ihr Chef, der Herr Helmuth Ludwig Späth, nicht nur Bäume, Sträucher und Stauden, jetzt plant er sogar ganze Parkanlagen wie diese hier. Für mich als Gärtner ist es eine Ehre, das zu pflegen. Das verlangt schließlich Wissen, und ich kann das! Nicht jeder, der sich hier Gärtner nennt, hat das auch wirklich gelernt. Deshalb schickt der Eduard, also der Herr Obergärtner Mackeldey, meist auch mich in den Japangarten, wenn es hier was zu tun gibt. Und zu tun gibt es eigentlich immer was, denn jede Pflanze und ihr Standort haben eine Bedeutung. Das hat mir jedenfalls der Eduard erklärt, ich verstehe ja eher was von der Pflege der Pflanzen als von ihrer übersinnlichen Bedeutung. Aber hier ist es halt besonders wichtig, dass sich keine anderen Pflanzen einnisten, als die, die hierhergehören. Und darauf passe ich auf!
I am particularly proud of this part of our park. A photo of our Japanese garden actually made it into the catalog of the Späth Nurseries in Berlin! This famous nursery has been around for over 200 years - and now its head, Mr. Helmuth Ludwig Späth, doesn't just cultivate trees, shrubs, and perennials; he even designs entire parks like this one. For me, as a gardener, it is an honor to tend to it. After all, it requires expertise - and I have it! Not everyone who calls themselves a gardener here has actually been properly trained. That’s why Eduard - Head Gardener Mackeldey - usually sends me to the Japanese garden whenever there is work to be done. And there is always something to do, because every plant and its location holds a specific meaning. At least, that’s what Eduard explained to me; I know more about plant care than about their spiritual significance. But here, it is especially important that no plants take root other than the ones that belong here. And that is what I make sure of!
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