Mobile Entdeckungstouren
Blumen im Karton: Kunst trifft Industriegeschichte
- 22 Stationen
- ca. 2 Stunden
Was auf den ersten Blick wie ein Karton voller Blumen wirkt, trägt eine tiefere Bedeutung: Dieses Street-Art-Motiv erinnert an die große Industriegeschichte Saalfelds – konkret an die Kartonfabrik Schlutius, einst Marktführer in Deutschland.
Mit der Industrialisierung veränderte sich auch das Stadtbild: Fabriken wuchsen, Bauern wurden zu Arbeitern, Kinder arbeiteten mit – oft unter harten Bedingungen und trotzdem herrschte viel Armut.
Die Knochstraße, in der du gerade stehst, ist nach Adolf Knoch benannt, einem regionalen Industriellen. Er wanderte noch bevor er 20 Jahre alt war nach Amerika aus und lernte alles über die neuesten Verfahren zur Nähmaschinen-Herstellung. Knapp 10 Jahre später kehrte er zurück und machte Saalfeld zu einem Aushängeschild dieser Branche. Er eröffnete die erste Nähmaschinenfabrik Mitteldeutschlands nur einige Meter vom Oberen Tor entfernt.
Das Street Art-Motiv "Blumen im Karton" hat also eine tiefere Bedeutung und erinnert an die große Industriegeschichte Saalfelds, konkret an die Kartonfabrik Schlutius.
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Alternativ kannst du auch eine Führung durch die Schraubenfabrik Graba machen. Nachdem hier 80 Jahre lang produziert wurde, wurden 1990 die Maschinen endgültig abgestellt und die Maschinensäle so belassen, als hätten die Arbeiter sie nur zu einer kurzen Pause verlassen.
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